Mythen

Muskeln werden nicht zu Fett, wenn du mit dem Training aufhörst

Und Fett wird auch nicht zu Muskeln, egal wie hart du trainierst

»Hör auf zu trainieren, und deine Muskeln werden zu Fett« ist physisch unmöglich, auch wenn es aufgrund des äußeren Erscheinungsbilds plausibel klingt. Muskel- und Fettgewebe sind grundlegend verschiedene Zelltypen mit unterschiedlichen Funktionen, und eines kann sich nicht direkt in das andere umwandeln – du kannst einen Ziegelstein nicht einfach umformen und einen Baum daraus machen.

Was tatsächlich passiert, wenn das Training aufhört: Muskelfasern schrumpfen allmählich (Atrophie) durch fehlenden Reiz, und wenn sich die Essgewohnheiten nicht ändern (der während aktiven Trainings aufgebaute Appetit bleibt oft bestehen), wird der resultierende Kalorienüberschuss als Fett gespeichert. Zwei unabhängige Prozesse, die gleichzeitig ablaufen, erzeugen die Illusion, dass sich das eine in das andere verwandelt hätte.

Es funktioniert auch andersherum: Muskelaufbau »verbrennt« nicht direkt vorhandenes Fett – auch das sind zwei getrennte Prozesse. Krafttraining schafft lediglich Bedingungen, unter denen beides parallel geschehen kann, vorausgesetzt die Ernährung passt.