Mythen

Es gibt kein »zu spät«, um mit Krafttraining anzufangen

40, 50 oder 60 zu sein ist kein Grund, die Langhantel zu meiden

Es hält sich der Glaube, Krafttraining sei eine Sache für junge Menschen und der Einstieg im mittleren Alter oder später entweder sinnlos oder gefährlich. Forschung an älteren Erwachsenen – einschließlich Menschen, die mit über 60 oder 70 zum ersten Mal in ihrem Leben Krafttraining ausprobieren – zeigt durchgängig deutliche Kraft- und Muskelzuwächse. Der Körper behält seine Anpassungsfähigkeit an einen Kraftreiz im Wesentlichen über die gesamte Lebensspanne, auch wenn sich das absolute Fortschrittstempo mit dem Alter etwas verlangsamt.

Mehr noch: Die Vorteile von Krafttraining sind für ältere Menschen besonders bedeutsam – es wirkt direkt der Sarkopenie entgegen, dem altersbedingten Verlust von Muskelmasse und -kraft, der schon in den 30ern beginnt und sich nach 60 beschleunigt, und wird mit geringerem Sturzrisiko, besserer Knochendichte und längerer Selbstständigkeit im Vergleich zu inaktiven Altersgenossen in Verbindung gebracht.

Der einzig echte Unterschied für Späteinsteiger ist die Notwendigkeit einer schrittweiseren Belastungssteigerung und idealerweise etwas fachkundiger Betreuung zu Beginn, um die Technik zu justieren, besonders bei bestehenden Gelenkproblemen. Aber das Alter selbst ist kein Grund, den Beginn von Krafttraining hinauszuzögern – je später du anfängst, desto mehr Jahre an Nutzen verpasst du, nicht umgekehrt.