Ernährung

Carboloading ist nicht nur etwas für Marathonläufer

Glykogenspeicher sind schneller leer, als du denkst

Carboloading wird meist mit Marathonläufern und Triathleten assoziiert, aber das zugrunde liegende Prinzip gilt auch für Kraftsportler mit hohem Trainingsvolumen. Muskelglykogen – die wichtigste Energiequelle für intensive Anstrengung, die von Sekunden bis zu ein paar Stunden dauert – geht spürbar schneller zur Neige, als viele annehmen: Volle Speicher sind nach etwa 60–90 Minuten intensiven Kraft- oder Intervalltrainings erschöpft.

Bei chronisch niedriger Kohlenhydratzufuhr (nicht nur bei Keto, sondern bei jeder Low-Carb-Ernährung ohne konkreten Grund dafür) trainieren die Muskeln Tag für Tag mit nur teilweise gefüllten Glykogenspeichern, was allmählich das Volumen und die Intensität untergräbt, die du über deine Sätze hinweg durchhalten kannst.

Es geht nicht darum, vor jedem Training Nudelberge zu essen – es geht darum, insgesamt genug Kohlenhydrate zu essen, besonders an Tagen mit hohem Trainingsvolumen oder langer Trainingsdauer, wenn dein Körper wirklich mehr Brennstoff braucht, um die Muskeln ans Limit zu bringen.