Kollagen für die Gelenke: was die Forschung wirklich zeigt
Kollagen ist das wichtigste Strukturprotein in Sehnen, Bändern und Knorpel, und hydrolysierte Kollagen-Supplemente sind bei Trainierenden zur Unterstützung der Gelenkgesundheit beliebt geworden. Ein Detail, das oft übersehen wird: Entscheidend ist nicht nur die Einnahme von Kollagen an sich, sondern die Kombination mit Vitamin C und idealerweise die Einnahme 30–60 Minuten vor der Belastung des Bindegewebes – mehrere Studien zeigen, dass genau diese Kombination und dieser Zeitpunkt die Kollagensynthese in Bändern und Sehnen spürbar erhöhen, verglichen mit Kollagen zu einem beliebigen Zeitpunkt ohne Vitamin C.
Ein weiteres wichtiges Detail: Oral eingenommenes Kollagen wird vom Körper nicht direkt zu einem bestimmten schmerzenden Knie oder Ellbogen transportiert – es wird in Aminosäuren und Peptide zerlegt, die als Rohstoff für die körpereigene Kollagensynthese dienen, und zwar dort, wo der Körper gerade priorisiert, meist im Gewebe unter aktueller mechanischer Belastung. Deshalb zeigt sich der Effekt vor allem bei Menschen, die während der Supplementierung weiterhin körperlich aktiv sind und ihr Bindegewebe belasten.
Kollagen ersetzt kein reguläres Nahrungsprotein und behebt keine bereits ernsthafte Bandverletzung, aber als unterstützendes Supplement für regelmäßig Trainierende mit echter Gelenkbelastung hat es eine vernünftige wissenschaftliche Grundlage – anders als viele andere »Gelenkgesundheits«-Supplemente auf dem Markt.