Training

Kürzere Pausen zwischen den Sätzen sind nicht immer effektiver

Zeit im Studio zu sparen kann dich einen Teil deiner Kraftzuwächse kosten

Die Pausen zwischen den Sätzen zu verkürzen, um das Training »intensiver« zu machen und mehr Kalorien zu verbrennen, klingt logisch, doch für Kraft- und Muskelwachstum wirkt es sich oft entgegengesetzt aus. Kurze Pausen (30–60 Sekunden) lassen Muskeln und Nervensystem zwischen den Sätzen nicht vollständig erholen, sodass jeder folgende Satz im Vergleich zu längeren Pausen mit weniger Gewicht oder weniger sauberen Wiederholungen ausgeführt wird.

Studien, die kurze (1 Minute) mit langen (3–5 Minuten) Pausen bei gleicher Satzzahl vergleichen, finden häufiger größere langfristige Kraft- und Muskelzuwächse bei längeren Pausen – das gesamte qualitativ hochwertige Arbeitsvolumen über die Einheit fällt am Ende höher aus, auch wenn das ganze Training dadurch länger dauert.

Kurze Pausen sind für andere Ziele durchaus sinnvoll – metabolischer Stress im Bodybuilding-Stil bei den letzten Sätzen, oder schlicht Zeitersparnis, wenn ein schnelles Training Priorität vor maximaler Kraftleistung hat. Ist das Hauptziel aber Kraft- und Muskelaufbau bei schweren Grundübungen, zahlen sich meist 2–3 Minuten Pause zwischen den Arbeitssätzen durch eine insgesamt bessere Einheitsqualität aus.