Training

Wie viele Aufwärmsätze reichen – mehr ist nicht besser

Zu viel Aufwärmen verbraucht Energie, die du für deine Arbeitssätze brauchst

Aufwärmsätze mit schrittweise steigendem Gewicht vor einem Arbeitssatz erfüllen einen bestimmten Zweck – Nervensystem und Gelenke auf die kommende Belastung vorzubereiten, ohne unnötige Ermüdung zu erzeugen. Problematisch wird es, wenn das Aufwärmen übertrieben wird: Zu viele Aufwärmsätze, besonders solche nah am Arbeitsgewicht, bauen schon vor dem eigentlichen Arbeitssatz spürbare Ermüdung auf und schaden der Leistung genau dort, wo es zählt.

Eine vernünftige Richtlinie für die meisten schweren Grundübungen sind 3–5 Aufwärmsätze mit schrittweise steigendem Gewicht und entsprechend weniger Wiederholungen, wobei der letzte nah am Arbeitsgewicht liegt, aber nicht bis zum Muskelversagen oder spürbarer Ermüdung geht. Mehr Aufwärmsätze darüber hinaus bringen meist abnehmenden Ertrag – Gelenke und Nervensystem sind bereits vorbereitet, und das zusätzliche Volumen verbraucht nur eine Ressource, die besser in den Arbeitssätzen aufgehoben gewesen wäre.

Ein Aufwärmen sollte sich wie Vorbereitung anfühlen, nicht wie ein eigenständiges Mini-Workout. Ist schon nach den Aufwärmsätzen spürbare Ermüdung da, bevor der erste Arbeitssatz überhaupt beginnt, ist das ein Zeichen, das Aufwärmvolumen zu kürzen, nicht zu erhöhen.