Das wöchentliche Gesamtvolumen zählt mehr als die Anzahl der Trainingstage
Es liegt nahe anzunehmen, 5-mal pro Woche zu trainieren sei per Definition effektiver als 3-mal – mehr Einheiten sollten mehr Fortschritt bedeuten. Doch Studien, die das wöchentliche Gesamttrainingsvolumen (Gesamtsätze pro Muskelgruppe) zwischen Gruppen mit unterschiedlicher Trainingshäufigkeit angleichen, finden meist ähnliche Kraft- und Muskelzuwächse, unabhängig davon, ob das Volumen auf 3 oder 5 Einheiten verteilt wird – solange die Gesamtsatzzahl pro Muskelgruppe übereinstimmt.
Das heißt nicht, dass die Trainingshäufigkeit gar keine Rolle spielt – sie hat eigene Vorteile, die nicht direkt mit Muskelwachstum zusammenhängen: Häufigere, kürzere Einheiten lassen sich leichter in einen vollen Terminkalender einbauen, sie reduzieren die Ermüdungsanhäufung innerhalb einer einzelnen Einheit und sie helfen, bei jedem einzelnen Satz eine höhere Technikqualität zu halten, statt gegen Ende eines langen Workouts an Konzentration zu verlieren.
Praktisch heißt das: Bei der Wahl zwischen 3 Studiobesuchen pro Woche mit größerem Volumen pro Einheit und 5 Besuchen mit weniger Volumen pro Einheit bei gleicher wöchentlicher Gesamtsatzzahl pro Muskelgruppe sollte die Entscheidung von Terminplanung und persönlicher Vorliebe abhängen – nicht von der Annahme, mehr Einheiten bedeuteten automatisch mehr Fortschritt.